I've been asking myself a question I genuinely don't know the answer to:
Who am I when I stop adapting?
I think I became a very adaptable person long before I became an adult. And somewhere along the way, being loved started feeling more important to me than being known. By others but also by myself.
Lately, I realized how much of my identity was built around being needed, useful, understanding and easy to love.
But when all of this falls away and you realize you no longer want to exist for someone else’s comfort, purpose or emotional stability - who are you underneath all that adaptation?
what makes me, me?
I feel like with everything that's happened to me recently, I am currently in the space between losing an old self and meeting a new one. One that's done with building an identity around survival, adaptation or being needed - but I haven't fully discovered what's on the other side of that space. Where am I heading?
For the last few months, I lost myself in trying to understand someone else to the point I forgot who I am.
And now there are a few core questions that keep spinning in my head:
· What do I genuinely want?
· Which parts of me are authentic and which are just coping?
· Am I truly happy or just comfortable?
· What motivates me when nobody is emotionally orbiting me and getting my full attention?
· Do I thrive in love because it energizes me or because it gives me direction?
· And what does a meaningful life look like for me?
The thing is: I don't have the answers yet. And I'm trying to make peace with that.
But here's what I do know: they won't come from a big revelation. There are tiny hints hidden behind small moments, quiet things - things I am starting to notice again and focus on.
My nervous system can finally relax again and that tells me something very important: I had been craving the calm for so long that it even started to feel unfamiliar to me when I finally felt like I can breathe again. No more bracing for impact right after waking up, no more expecting confusion that leaves me uneasy until I finally fall asleep, exhausted and wired. Just a day that belongs to me.
I'm paying attention to what I eat again. To what my body actually needs. I'm building a week that's designed around my rhythms - my energy, my capacity, my joy. Small things. A routine. A plan. A meal I actually thought about. I am noticing myself again so I can care about the person I am becoming when nobody is defining me.
And I'm writing again. Writing and especially blogging has, ever since I was 17, always been how I find out what I think, a way to sort my thoughts, to reflect on myself and where I am right in that moment. It's a relief for me as well as something that just feels natural to me. Something that's mine. The fact that it's back - that I am back here, doing this - tells me more about who I am than any of those big questions spinning in my head.
It's strange what peace feels like when your nervous system got
used to constantly anticipating someone else. And yet, maybe adaptation
was never the problem. Maybe forgetting to return to myself afterwards
was. And maybe, identity also begins with self-respect - with deciding
that your need to stay connected to yourself has to become bigger than
your fear of losing love.
It sounds almost embarrassingly simple. But I think that's where identity lives - not in the big moments of self-discovery, but in the accumulation of small choices that are actually yours. And as ordinary as it is, identity after self-abandonment seems to come back to me in a very domestic way.
Honestly: I'm not fully there yet. Most days I'm just sleeping. Recovering, letting my body do what it needs to do. And maybe that's also an answer - maybe right now, returning to myself looks like rest.
I'm not done figuring out who I am.
But I'm starting to remember and getting to know me on the way.
Wer bin ich, wenn ich aufhöre, mich anzupassen?
Ich denke, ich bin schon lange, bevor ich erwachsen wurde, ein sehr anpassungsfähiger Mensch geworden. Und irgendwo auf dem Weg dahin war es mir wichtiger geworden, geliebt zu werden anstatt gekannt zu werden. Sowohl von Anderen, als auch von mir selbst.
In letzter Zeit hab' ich gemerkt, wie sehr sich meine Identität darum aufgebaut hat, gebraucht zu werden, nützlich, verständnisvoll und leicht zu lieben zu sein.
Aber wenn all das wegfällt und dir auffällt, dass du nicht mehr länger für die Bequemlichkeit, die Zwecke oder die emotionale Stabilität einer anderen Person existieren willst - wer bist du unter all dieser Anpassung?
was macht mich zu mir?
Ich hab' das Gefühl, dass ich mich nach all dem, was mir zuletzt passiert ist, in einem Zwischenraum befinde - zwischen dem Verlust meines alten Selbsts und der Begegnung mit einem neuen Ich. Eins, das keine Lust mehr darauf hat, die Identität ums Überleben, Anpassen oder Gebrauchtwerden aufzubauen - aber ich hab' noch nicht ganz entdeckt, was sich auf der anderen Seite befindet. Wohin geht meine Reise?
In den letzten Monaten hab' ich mich so sehr beim Versuch dabei verloren, jemand anderen zu verstehen, dass ich ganz vergessen hab', wer ich eigentlich bin.
Und jetzt schwirren da ein paar Kernfragen in meinem Kopf herum:
· Was will ich eigentlich wirklich?
· Welche Teile von mir sind authentisch und welche sind einfach nur Bewältigungsstrategien?
· Bin ich wirklich glücklich oder nur bequem?
· Was motiviert mich, wenn niemand emotional um mich herum kreist und meine volle Aufmerksamkeit hat?
· Blühe ich in Liebe auf, weil sie mir Energie gibt oder weil sie mir Orientierung schenkt?
· Und wie sieht ein bedeutungsvolles Leben für mich aus?
Das Ding ist: ich hab' noch keine Antworten. Und ich versuche, damit meinen Frieden zu schließen.
Aber das hier weiß ich: ich bekomme sie nicht durch eine große Erkenntnis. Winzige Hinweise sind bereits in kleinen Momenten, hinter ruhigen Dingen versteckt - Dinge, die ich wieder sehen und auf die ich mich fokussieren kann.
Mein Nervensystem kann sich endlich wieder entspannen und das sagt mir etwas ganz wichtiges: ich hatte mich so sehr nach Ruhe gesehnt, dass sie sich regelrecht ungewohnt angefühlt hat, als ich endlich das Gefühl hatte, wieder atmen zu können. Keine Anspannung mehr gleich nach dem Aufwachen, kein ständiges Erwarten von Verwirrung, die mir den ganzen Tag Unruhe bereitet, bis ich endlich erschöpft und doch aufgedreht einschlafen kann. Einfach nur ein Tag, der mir gehört.
Ich achte wieder auf das, was ich esse. Auf das, was mein Körper wirklich braucht. Ich gestalte meine Woche so, dass sie auf meinen Rhythmus angepasst ist - auf meine Energie, meine Kapazität, meine Freude. Die kleinen Dinge. Eine Routine. Ein Plan. Eine Mahlzeit, über die ich wirklich nachgedacht hab'. Ich nehme mich selbst wieder wahr, damit ich mich um den Menschen kümmern kann, der ich werde, wenn niemand sonst mich definiert.
Und ich schreibe wieder. Schreiben und vor allem auch Bloggen war seit ich 17 war, schon immer der Weg, über den ich herausfinde, was ich so denke, wie ich meine Gedanken sortiere, mich selbst reflektiere und wo ich gerade stehe. Es ist für mich eine Erleichterung und gleichzeitig auch etwas, das sich für mich einfach ganz normal anfühlt. Etwas, das mir gehört. Die Tatsache, dass das wieder da ist - dass ich wieder hier bin und das hier tue - sagt mir mehr darüber, wer ich bin, als all diese großen Fragen in meinem Kopf.
Es ist seltsam, wie sich Frieden anfühlen kann, wenn dein Nervensystem daran gewöhnt war, sich permanent auf jemand anderen einzustellen und vorbereitet zu sein. Und trotzdem denke ich, dass die Anpassung vielleicht gar nicht das Problem war. Vielleicht lag es daran, dass ich vergessen hatte, danach wieder zu mir selbst zurückzukehren. Und vielleicht beginnt Identität auch einfach mit Selbstrespekt - damit, dass man entscheidet, dass das Bedürfnis, mit sich selbst verbunden zu sein, größer sein muss als die Angst davor, Liebe zu verlieren.
Eigentlich klingt es schon fast peinlich einfach. Aber ich glaube, darin lebt Identität - nicht in den großen Momenten der Selbstentdeckung, sondern in der Ansammlung der kleinen Entscheidungen, die dir selbst gehören. Und so banal es auch ist, scheint meine Identität nach dieser Selbstaufgabe auf eine ganz häusliche Art wieder zurückzukommen.
Um ehrlich zu sein: ich bin noch nicht ganz angekommen. Die meiste Zeit schlafe ich nur. Ich erhole mich wieder, lasse meinen Körper das tun, was er tun muss. Und vielleicht ist das auch eine Antwort - vielleicht sieht die Rückkehr zu mir selbst eben wie Ausruhen aus.
Ich bin noch nicht fertig damit, herauszufinden, wer ich bin.
Aber ich fange wieder an, mich zu erinnern und mich auf dem Weg dahin kennenzulernen.
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