A few weeks ago, I felt like I was finally moving again and now, I feel stuck. The word that comes to my mind is stagnation. Maybe that's what it is. Maybe it's something else.
I've been doing a lot. And then I didn't.
I had been writing about finding myself, nourishing myself, belonging, participating, writing, coding, making plans, choosing a life that works for me. And then the momentum just disappeared.
And I think part of what hurts the most about it is that I had just started believing. In myself. In change. In the possibility of my life feeling more like mine.
I had the evidence that things were changing. So when I felt my depression creeping back in and everything becoming difficult again, it wasn't merely the thought of "Oh, I'm having a bad time" - it became:
"was all of that progress real?"
And yes, we all know the "healing isn't linear" quote, we know about the ups and downs - that's life. The thing is: I don't feel like I moved backwards. I simply stopped moving forward for a while.
But is that stagnation? Or is it resting? Recovery? Being overwhelmed? All of it?
Because honestly, I don't know what exactly it is.
Maybe it's depression. Maybe it's exhaustion. Maybe it's months and years of fighting systems that are supposed to support me. Maybe it's the aftermath of abuse catching up. Maybe it's several things at once.
Does it really matter, though? Do I need to diagnose this chapter in order to write about it?
I know it's no surprise that I am tired.
I've been spending a long time trying to build a life while simultaneously fighting the circumstances which make it a lot harder to build anything at all.
I have a handful of problems that want to be solved, yet whatever I do, I can't seem to make any progress. There are obstacles in my path over and over again: setbacks, rule changes, boss fights.
And while I wish my life was a video game, there seems to be no leveling up or getting a heart on my health bar back. Instead, it feels like a constant bullet-hell game in which everything is attacking me while I'm trying to dodge the big hits but keep getting caught by all the smaller ones that wear me down until it feels like "game over" but I get to restart and go through it all again on repeat.
And yet, at least a tiny moment of pride happened during all of this: I actually managed to face my big fear of supermarkets. Once. That's a big deal! A win is a win, even when it looks small from the outside. And sometimes, you gotta focus on the little achievements too. Because they count. And I'll keep trying to do it more often, even if most of the times, it stays an intention...
So either way, I think stagnation is not the same as standing still...
What looks like nothing from outside or maybe even feels like nothing for myself has actually been: crocheting, still trying to eat fresh and well, going to my group meetups every two weeks (and actually planning on doing it weekly!), maintaining my friendships, trying to deal with bureaucratic problems, looking for medical answers, attempting exposure, thinking, processing, writing (even if privately and more like notes), wanting to write this post.
My life may not be moving outward right now but that doesn't mean that nothing is happening.
There are phases when life is about expansion, exploring, evolving.
And then there are phases when it's about resting, recovering, doing some inner work - staying.
not necessarily staying still. just staying.
And while there might be an impulse like "I have to fix that!", I don't really think this is something I have to fix.
Turning my lack of motivation into another project doesn't sit right with me. That would be giving in to self-optimization and performance, to the idea of becoming acceptable again. And that, I'd say, would indeed not be stagnation, but an actual step backwards from becoming myself. From accepting myself the way I am. The way I feel authentically me.
Fixing my sleep schedule. Fixing my routine. Fixing my depression. Getting productive again. Working on the blog. Go shopping. Do more. Get back to where I was.
Sure - these are all good things. But only, if I do them in my time and on my own terms. Because otherwise, healing becomes yet another performance metric.
And I don't want to turn my healing into another problem I have to solve before I am allowed to live.
I don't want to make "getting better" another task on my endless list of things I have failed to accomplish.
And either way, it is a work in progress. I am a work in progress.
So, I don't know when I'll finish my next post. I don't know when my sleep will be settled. I don't know when I'll feel motivated again. I don't know when I'll manage to go to the supermarket alone again. I don't know what the next few weeks will look like.
But I'm still here.
I'm doing the little things, the tiniest ones.
And that's not stagnation. For me, it's being alive.
Vor einigen Wochen hatte ich das Gefühl, mich endlich wieder vorwärts zu bewegen, und jetzt fühle ich mich irgendwie festgefahren. Das Wort, das mir dabei in den Sinn kommt, ist Stagnation. Stillstand. Vielleicht ist es das. Vielleicht ist es aber auch etwas Anderes.
Erst hab' ich ganz viel gemacht. Und dann nicht mehr.
Ich hatte darüber geschrieben, wie ich mich selbst finde, über Selbstfürsorge, Dazugehören, Teilnahme, Schreiben, Coden, Pläne machen, mich für ein Leben entscheiden, das für mich funktioniert. Und dann war dieser Schwung einfach weg.
Und ich glaube, Teil davon, was am meisten daran wehtut, ist, dass ich gerade erst damit begonnen hatte, zu glauben. An mich. An Veränderung. An die Möglichkeit, dass mein Leben sich mehr wie meins anfühlt.
Ich hatte den Beweis dafür, dass sich Dinge verändert haben. Als ich dann gemerkt habe, dass meine Depressionen zurückkommen und alles wieder schwieriger wird, war da nicht einfach nur dieser Gedanke an "Oh, ich hab' grad eine schlechte Zeit" - daraus wurde:
"war all der fortschritt echt?"
Und ja, wir alle kennen dieses Zitat, dass Heilung nicht linear ist, wir wissen, dass es Höhen und Tiefen gibt - das ist das Leben. Das Ding ist aber: ich hab' nicht das Gefühl, mich zurückbewegt zu haben. Ich hab' einfach generell aufgehört, mich eine Weile zu bewegen.
Aber ist das Stagnation? Oder ist das Ausruhen? Erholung? Überfordert sein? Alles davon?
Weil ehrlich gesagt hab' ich keine Ahnung, was genau es ist.
Vielleicht ist es die Depression. Vielleicht ist es Erschöpfung. Vielleicht sind es Monate und Jahre des Kampfes gegen Systeme, die mich eigentlich unterstützen sollten. Vielleicht sind es die Nachwehen des Missbrauchs, die mich wieder einholen. Vielleicht sind es mehrere Dinge auf einmal.
Aber spielt das wirklich eine Rolle? Muss ich für dieses Kapitel eine Diagnose stellen, um darüber zu schreiben?
Eigentlich ist es ja gar keine Überraschung, dass ich so müde bin.
Ich versuche schon so lange, mir ein Leben aufzubauen, während ich gleichzeitig die Umstände bekämpft habe, die es einfach so viel schwieriger machen, überhaupt irgendwas zu bauen.
Ich hab' eine Handvoll Probleme, die gelöst werden wollen, aber egal, was ich tue, ich komme einfach nicht voran. Auf meinem Weg befinden sich immer und immer wieder Hindernisse: Rückschläge, veränderte Spielregeln, Bosskämpfe.
Und während ich es eigentlich toll fände, wenn mein Leben ein Videospiel wäre, gibt's für mich irgendwie kein Aufleveln oder mal ein Herzchen auf der Lebensleiste zurück. Stattdessen fühlt es sich konstant an wie ein "Bullet-Hell-Game", in dem mich alles angreift, während ich versuche, den großen Treffern auszuweichen, aber die kleinen erwischen mich so oft und zermürben mich so sehr, dass es sich wie "Game over" anfühlt. Nur um immer wieder von vorne anzufangen und alles erneut durchzumachen.
Und doch ist da wenigstens ein winzig kleiner Moment des Stolzes in all der Zeit passiert: ich hab's tatsächlich geschafft, mich meiner großen Angst vor Supermärkten zu stellen. Ein Mal. Das ist eine große Sache! Ein Erfolg ist ein Erfolg, auch wenn er von außen vielleicht klein aussieht. Und manchmal muss man sich eben auch auf die kleinen Erfolge fokussieren. Weil die zählen. Und ich werd' weiter versuchen, dass noch öfter zu schaffen, auch wenn es meistens nur beim Vorhaben bleibt...
Wie dem auch sei, ich denke, dass Stagnation nicht dasselbe ist wie Stillstand...
Was von außen betrachtet wie nichts aussieht oder sich vielleicht sogar wie nichts für mich anfühlt, war eigentlich: häkeln, immer noch der Versuch, mich frisch und gut zu ernähren, zu meinen Gruppentreffen alle zwei Wochen gehen (und jetzt auch das Vorhaben, das jede Woche zu machen!), meine Freundschaften aufrechterhalten, mich um bürokratische Probleme kümmern, nach medizinischen Antworten suchen, Expositionsübungen versuchen, nachdenken, verarbeiten, schreiben (wenn auch nur für mich selbst und mehr so Notizen), diesen Post hier schreiben wollen.
Mein Leben bewegt sich gerade vielleicht nicht nach draußen, aber das bedeutet nicht, dass nichts passiert.
Es gibt Phasen im Leben, in denen es um Ausdehnung geht. Um Entdecken. Um Wachsen.
Und dann gibt es die Phasen, in denen es ums Ausruhen, Erholen, innere Arbeit geht - ums Bleiben.
nicht unbedingt stehen bleiben. einfach nur bleiben.
Und auch wenn da vielleicht dieser Impuls ist, das irgendwie wieder hinbiegen zu wollen, denke ich nicht, dass das etwas ist, was ich wieder reparieren muss.
Meine fehlende Motivation zum nächsten Projekt zu machen, fühlt sich falsch an. Das wäre nur wieder Selbstoptimierung, Leistung. Wieder der Versuch, mich akzeptabel zu machen. Und das wäre meiner Meinung nach keine Stagnation, sondern tatsächlich ein Rückschritt auf dem Weg, ich selbst zu werden. Auf dem Weg, mich so zu akzeptieren, wie ich bin. Auf dem Weg, wie ich mich authentisch nach mir selbst anfühle.
Meinen Schlafrhythmus reparieren. Meine Routine reparieren. Meine Depressionen reparieren. Wieder produktiv werden. Am Blog arbeiten. Einkaufen gehen. Mehr machen. Wieder so sein wie ich vor ein paar Wochen war.
Klar - das sind alles gute Sachen. Aber nur dann, wenn ich sie in meinem Tempo und zu meinen Bedingungen mache. Weil sonst wird Heilung nur noch eine weitere Messlatte für Leistung.
Und ich will meine Heilung nicht zu noch einem Problem machen, das ich lösen muss, bevor ich Leben darf.
Ich will nicht, dass "besser werden" noch eine Aufgabe auf meiner endlosen Liste von Dingen wird, die ich nicht geschafft habe zu erledigen.
Und so oder so ist das ein Prozess. Ich bin ein Prozess.
Ich weiß also nicht, wann ich den nächsten Post fertig schreibe. Ich weiß nicht, wann mein Schlaf wieder geregelt läuft. Ich weiß nicht, wann ich wieder motiviert bin. Ich weiß nicht, wann ich es wieder alleine in den Supermarkt schaffe. Ich weiß nicht, wie die nächsten Wochen aussehen werden.
Aber ich bin immer noch hier.
Ich erledige die kleinen Sachen, die winzigsten.
Und das ist keine Stagnation. Für mich bedeutet es: ich bin am Leben.